

01.12.2026 - 19:30
(Einlass ab 18:45)
Hans-Jürgen Schatz (Rezitation)
Albert Lau (Piano)
Konzertlesung E.T.A.Hoffmann:
NUßKNACKER
UND MAUSEKÖNIG
Musik P.Tschaikowsky
Hans-Jürgen Schatz
Hans-Jürgen Schatz debütierte mit der Hauptrolle in dem Spielfilm „Flamme empor“. Seither wirkte er in zahlreichen Theater- und Musicalinszenierungen sowie Kino- und Fernsehfilmen mit, darunter „Heimat“, „Der Fahnder“ und „Salto Postale“.
Einen exzellenten Ruf als Rezitator erwarb er sich mit Texten von Erich Kästner, Jean Paul und Thomas Mann. Seine Interpretation von L.F. Baums „Der Zauberer von Oos“ wurde mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik“, seine Einspielung der musikalischen Erzählung „Paddington Bärs erstes Konzert“ (mit den Symphonikern Hamburg) mit dem Deutschen Schallplattenpreis „ECHO Klassik” ausgezeichnet.
Für sein vielfältiges gesellschaftliches Engagement wurde Hans-Jürgen Schatz mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt.
„„Mit Leichtigkeit wird der Rezitator den ständig wechselnden Ebenen, der Kinderperspektive, der Alltags- und Fantasiewelt gerecht. Er findet einen modernen Erzählton, ohne das fast 200 Jahre alte Märchen unnötig zu ironisieren.““ - DIE WELT
Albert Lau
Der STEINWAY ARTIST Albert Lau wurde in Hongkong geboren und studierte in seiner Heimat, an der Indiana University (USA) sowie an der Royal Academy of Music in London.
Als Solist und Kammermusiker konzertiert er international und gastierte unter anderem in der Laeiszhalle Hamburg, im Beethoven-Haus Bonn sowie bei renommierten Festivals in Europa.
Sein Repertoire reicht von Bach bis zur Gegenwart. Seit vielen Jahren verbindet ihn eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit Hans-Jürgen Schatz, mit dem er erfolgreiche Konzertlesungen gestaltet.
Programm:
Weihnachtszeit ist Märchenzeit. Hans-Jürgen Schatz hat E.T.A. Hoffmanns phantasievolle Geschichte für die Lesung eingerichtet und mit Auszügen aus Peter I. Tschaikowskys „Nussknacker“-Ballettmusik kombiniert.
Albert Lau gestaltet den Abend am Flügel mit und lässt Tänze wie den Tanz der Zuckerfee, den Tanz der Rohrflöten, den spanischen und chinesischen Tanz sowie den berühmten Blumenwalzer zu einem musikalischen Gegenpart der Erzählung werden.
So entsteht ein stimmungsvoller Dialog zwischen Literatur und Musik, in dem beide Künste einander wechselseitig bereichern.
Mit seiner außergewöhnlichen sprachlichen Gestaltungskraft verleiht Hans-Jürgen Schatz den Figuren und Szenen E.T.A. Hoffmanns eine eindrucksvolle Lebendigkeit und macht die feinen Übergänge zwischen Wirklichkeit und Fantasie unmittelbar erlebbar.
E.T.A. Hoffmann (1776–1822), der Großmeister des phantastischen, wohlig-schauerlichen Erzählens, schuf mit Nußknacker und Mausekönig ein Märchen, das seit rund zweihundert Jahren Kinder und Erwachsene gleichermaßen fasziniert. Nach einem beschaulichen Weihnachtsabend im Hause des Medizinalrats Stahlbaum werden um Mitternacht die Spielsachen im Wohnzimmer lebendig. Gleichzeitig kriecht eine unheimliche Schar Mäuse aus dem Fußboden. Die kleine Marie wird Zeugin eines erbitterten Kampfes zwischen ihrem über alles geliebten Nussknacker und dem gefürchteten siebenköpfigen Mausekönig. Mutig stellt sie sich an die Seite ihres Lieblings und trägt entscheidend zum Ausgang der Geschichte bei.
Realität oder Traum? Der virtuose Erzähler E.T.A. Hoffmann entlässt uns aus seiner Märchenwelt mit den Worten:
„Marie soll noch zur Stunde Königin eines Landes sein, in dem man überall funkelnde Weihnachtswälder, durchsichtige Marzipanschlösser, kurz, die allerherrlichsten wunderbarsten Dinge erblicken kann, wenn man nur darnach Augen hat.“