

Vato Jordania
Vato Jordania wurde in Tiflis, Georgien, geboren. Im Alter von 5 Jahren begann er Klavier zu spielen. Dank seines herausragenden Talents gab er bereits im Alter von 8 Jahren ein Konzert mit einem Kammerorchester. Danach nahm er an verschiedenen Wettbewerben im In- und Ausland teil, bei denen mit einer Reihe anerkannter Preise ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2010 schloss er sein Studium am Staatlichen Konservatorium in Tiflis erfolgreich ab,
bevor er dann bis 2015 an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien studierte.
Während dieser Zeit trat Vato Jordania in einigen der berühmtesten österreichischen Konzertsäle auf: im Wiener Konzerthaus, im Wiener Musikverein, im Haus der Kunst Baden u.a.
Vato Jordania arbeitete mit dem berühmten österreichischen Klavierhersteller „Bösendorfer“ zusammen. Auf deren Einladung hin gab er eine Reihe von Solokonzerten im Bösendorfer Musiksalon im Musikverein und im Wiener Mozarthaus.
Nach seinem Abschluss erhielt Vato Jordania eine Lehrstelle am Franz-Schubert-Konservatorium in Wien. Er arbeitete mit internationalen Orchestern und Dirigenten sowie mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker zusammen.
Mittlerweile schätzt ihn das Staatliche Konservatorium Tiflis als Professor, er gibt Meisterkurse und ist gefragt als Juror bei verschiedenen Wettbewerben.
14.10.2026 - 19:30
(Einlass ab 18:45)
Vato Jordania
Piano Solo Recital
Programm:
Joseph Haydn: Sonate für Klavier D-Dur, Hob. XVI:24
Joseph Haydns Klaviersonaten gelten als Fundament der klassischen Klaviermusik. Die Sonate in D-Dur verbindet spielerischen Esprit mit überraschenden Wendungen und feinem Humor. Hinter ihrer scheinbaren Leichtigkeit verbirgt sich eine Musik voller Raffinesse: klare Formen, lebendige Dialoge zwischen den Stimmen und immer wieder Momente, in denen Haydn die Erwartungen seines Publikums augenzwinkernd unterläuft. Ein ebenso eleganter wie geistreicher Auftakt, der den Reichtum der Wiener Klassik eindrucksvoll vor Augen führt.
Robert Schumann: Études symphoniques op.13
Mit den Symphonischen Etüden schuf Robert Schumann eines der bedeutendsten Werke der romantischen Klavierliteratur. Aus einem schlichten Thema entfaltet sich ein faszinierender Kosmos von Charakteren, Stimmungen und pianistischen Klangfarben. Jede Variation eröffnet eine neue Perspektive – mal leidenschaftlich und dramatisch, mal innig und poetisch, dann wieder von brillanter Virtuosität geprägt. So entsteht weniger eine Folge einzelner Etüden als vielmehr ein großes musikalisches Drama, das in einem triumphalen Finale seinen Höhepunkt findet.
Claude Debussy: Suite bergamasque
Die Suite bergamasque gehört zu Claude Debussys beliebtesten Klavierwerken und zeigt bereits jene unverwechselbare Klangsprache, die den Impressionismus prägen sollte. Tänzerische Eleganz, schimmernde Harmonien und feinste Farbnuancen verbinden sich zu einer Musik voller Atmosphäre. Berühmt wurde vor allem der dritte Satz, Clair de lune, dessen schwebende Melancholie längst zu den bekanntesten Klavierstücken überhaupt zählt. Doch erst als Ganzes entfaltet die Suite ihren besonderen Zauber – zwischen Anmut, Fantasie und poetischer Leichtigkeit.
Igor Strawinsky: Drei Stücke aus "Petruschka"
Mit den Drei Stücken aus „Petruschka“ übertrug Igor Strawinsky die überwältigende Energie seines gleichnamigen Balletts auf das Klavier. Was ursprünglich für großes Orchester entstand, verlangt nun einem einzigen Pianisten nahezu Übermenschliches ab. Rasante Rhythmen, schillernde Klangschichten und atemberaubende Virtuosität lassen das Instrument orchestral aufleuchten. Gleichzeitig bleibt die Geschichte der tragischen Jahrmarktspuppe Petruschka stets spürbar – zwischen überschäumender Lebensfreude, bitterer Ironie und tief empfundener Einsamkeit. Ein spektakulärer Abschluss voller Kraft und Farben.