

TRIO LIRICO
Im Trio Lirico begegnen sich drei charismatische Künstler-persönlichkeiten – die Geigerin Franziska Pietsch, der Bratschist Atilla Aldemir und der Cellist Arne-Christian Pelz. Gemeinsam gestalten sie einen intensiven kammermusikalischen Dialog, geprägt von Ausdruckstiefe, solistischer Brillanz und kompromissloser Hingabe an die Musik.
Regelmäßig sind sie auf renommierten Bühnen wie der Berliner Philharmonie und der Laeiszhalle zu erleben und gastieren darüber hinaus in bedeutenden Konzertreihen und Festivals in ganz Europa – zuletzt auch in Tel Aviv und Jerusalem.
Zu den besonderen Highlights der aktuellen Saison zählen Auftritte in der Elbphilharmonie Hamburg sowie in der Bagno Konzertgalerie Steinfurt.
Das Repertoire spannt einen weiten Bogen von der Klassik bis zur Gegenwart und wird durch markante, eigens für das Trio geschaffene Arrangements bereichert – ein reizvoller stilistischer Kontrast im kammermusikalischen Kontext.
Auch die Einspielungen des Trios finden international große Beachtung. Die 2024 erschienene Aufnahme mit Werken von Dohnányi, Kodály, Ysaÿe und dem Streichtrio von Peter Eötvös wurde mit dem Supersonic Award ausgezeichnet. 2025 veröffentlichte das Ensemble gemeinsam mit dem Pianisten Josu de Solaun die weltweit erste Einspielung spanischer Klavierquartette von Vicente Zurrón und Bartolomé Pérez Casas – eine Produktion, die dem Trio international besondere Aufmerksamkeit einbrachte.
Mit technischer Brillanz, stilistischer Offenheit, künstlerischer Risikofreude und leidenschaftlichem Zusammenspiel gehört das Trio Lirico zu den profiliertesten Streichtrio-Ensembles im aktuellen Konzertleben.
01.10.2026 - 19:30
(Einlass ab 18:45)
Trio Lirico
Franziska Pietsch (Violine)
Atilla Aldemir (Viola)
Arne-Christian Pelz (Cello)
Programm:
Ludwig van Beethoven: Streichtrio c-Moll op.9.Nr.3
Beethovens c-Moll-Trio zählt zu den bedeutendsten Kammermusikwerken seiner frühen Wiener Jahre. Mit dramatischer Energie, schroffen Kontrasten und einer ungewöhnlichen Ausdruckstiefe weist es bereits auf die späteren Meisterwerke voraus. Zugleich zeigt sich Beethoven hier als brillanter Gestalter der drei Stimmen, die in lebendigem Dialog miteinander stehen.
Bohuslav Martinů: Streichtrio Nr. 2
Martinůs zweites Streichtrio verbindet rhythmische Vitalität mit lyrischer Melancholie. Entstanden während seines Exils in den USA, vereint das Werk tschechische Klangfarben, moderne Harmonik und eine bemerkenswerte Transparenz des Satzes. Wechselnde Stimmungen, tänzerische Impulse und kantable Linien verleihen dem Trio seinen unverwechselbaren Charakter.
Mieczysław Weinberg: Streichtrio op. 48
Weinbergs Streichtrio entstand in einer Zeit persönlicher und politischer Bedrängnis. Das Werk beeindruckt durch seine emotionale Intensität und die Balance zwischen nachdenklicher Innerlichkeit und leidenschaftlichem Ausdruck. Kraftvolle Rhythmen, klagende Melodien und immer wieder überraschende Wendungen verleihen dem Werk seine besondere Spannung und machen dieses Trio zu einem eindrucksvollen Zeugnis des 20. Jahrhunderts.
Ernst von Dohnànyi: Serenade für Streichtrio op.10
Mit seiner Serenade schuf Dohnányi eines der beliebtesten Werke für Streichtrio. Die Musik verbindet spätromantische Wärme mit klassischer Eleganz und virtuoser Brillanz. Zwischen schwungvollen Tanzsätzen, innigen Melodien und humorvollen Momenten entfaltet sich ein abwechslungsreiches Werk voller Charme, das die klanglichen Möglichkeiten eines Streichtrios auf besondere Weise auslotet.