

Simon Haje
Bereits zum wiederholten Mal zu Gast im Nicolaihaus – und das aus gutem Grund: Simon Haje zählt zu den bemerkenswertesten jungen Pianisten seiner Generation.
Der 2005 geborene Berliner verbindet eine außergewöhnliche musikalische Reife mit technischer Brillanz, stilistischer Vielseitigkeit und einer seltenen Bühnenpräsenz. Bereits als Kind sammelte er erste Bühnenerfahrungen an der Deutschen Oper Berlin und bei den Salzburger Festspielen, bevor er mit neun Jahren als Jungstudent an dder UdK Berlin aufgenommen wurde. Inzwischen setzt er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln fort.
Internationale Aufmerksamkeit erlangte Simon Haje u.a. durch zahlreiche Wettbewerbserfolge, darunter mehrere erste Preise bei renommierten Klavierwettbewerben in Deutschland und Europa sowie zuletzt der Orchesterpreis beim Concours International Clara Haskil in der Schweiz.
Als Solist und Kammermusiker gastiert er regelmäßig bei bedeutenden Festivals und in renommierten Konzertsälen im In- und Ausland.
Sein Spiel überzeugt durch Klarheit, Ausdruckskraft und eine natürliche Musikalität, die Publikum wie Fachwelt gleichermaßen begeistert.
Mit Simon Haje kehrt ein Künstler ins Nicolaihaus zurück, dessen Entwicklung sich mit großer Spannung verfolgen lässt – und von dem man in den kommenden Jahren noch viel hören wird.
22.09.2026 - 19:30
(Einlass ab 18:45)
Simon Haje
Piano Solo Recital
traumtänzer
Programm:
"traumtänzer"
Das Programm„traumtänzer“ verbindet Werke, in denen das Traum- und Rauschhafte mit dem Tänzerischen verschmilzt.
Robert Schumann: Kinderszenen
Schumanns Kinderszenen eröffnen das Konzert mit poetischen Miniaturen, die an vergessene Träume und leise Erinnerungen rühren.
Maurice Ravel: Valses nobles et sentimentales, M.61
Ravels Valses nobles greifen die darin enthaltene Nostalgie auf und verpacken Sie in sieben kunstvolle Walzer, worauf als achte Nummer der Epilog folgt: Eine Erinnerung der Erinnerung, ein Traum des Traums vergangener Tänze.
Franz Liszt, Mephisto Walzer Nr. 1, S. 514
Liszts Mephisto-Walzer setzt dazu einen harten Kontrast. Der Walzer legt seine Eleganz und Haltung ab und wird zum dämonischen Tanz, der virtuos auflodert.
Claude Debussy, L’Isle joyeuse, L. 106
Debussys L’isle joyeuse setzt später den dionysischen Taumel fort, allerdings nicht so unmittelbar wie Liszt, sondern wie in einer antiken Traumlandschaft, dabei laut Komponist selbst „Kraft und Anmut“ verbindend.
Robert Schumann, Papillons op. 2
Diese Beschreibung trifft auch auf Schumanns Papillons zu, die zurück in die Kleinform von Miniaturen voller Überraschungen finden, wie das bunte „Durcheinanderflattern auf einem Faschingsball“.
Igor Stravinsky / Agosti, L‘Oiseau de feu: Danse infernale, Berceuse et Finale
Den Schluss bildet Guido Agostis Klaviertranskription aus Strawinskys Feuervogel – ein Feuerwerk rhythmischer Energie, in dem der Tanz in all seinen Facetten noch einmal aufleuchtet.