
TRIO AGORA
Das Trio Agora zählt zu den innovativsten Kammermusikensembles Europas. Seit seiner Gründung 2015 begeistert das Trio mit einem Repertoire, das klassische Werke, zeitgenössische Kompositionen und eigene Transkriptionen umfasst.
2018 gewannen die drei Ausnahmemusiker den 1. Preis beim Rubinstein-Kammermusikwettbewerb in Düsseldorf und waren Finalist bei den Wettbewerben „Ton & Erklärung“ und Ysaÿe (2021).
Mit dem 2023 erschienenen Album „Hotel Tango“ präsentierte das Trio eine musikalische Reise durch die Geschichte des Tangos – von seinen Wurzeln in der Habanera bis zu modernen Interpretationen. Höhepunkt ist eine originelle Bearbeitung von Astor Piazzollas „Cuatro Estaciones Porteñas“ durch Žilvinas Brazauskas, die Jazz-, Tanz- und klassische Elemente vereint.
Seit 2026 hat Julia Hamos - einstige Schülerin von András Schiff und Daniel Barenboim und inzwischen weltweit erfolgreiche Solistin - die Rolle der Pianistin im Trio Agora eingenommen.
So lebendig, vertraut und doch auch immer wieder überrraschend kann Kammermusik sein - wenn sie von einem solchen "Dreamteam" (Konzertkritik) präsentiert wird.
Das Wort „Zauber“ passte an diesem Abend so sehr wie selten.
(Westdeutsche Allgemeine Zeitung)
02.06.2026 - 19:30
(Einlass ab 18:45)
Trio Agora
Žilvinas Brazauskas (Klarinette)
Natania Hoffman (Cello)
Julia Hamos (Piano)
Programm:
Louise Farrenc: Trio in Es-dur op. 44
Louise Farrenc war eine der bemerkenswertesten Musiker-persönlichkeiten des französischen 19. Jahrhunderts: gefeierte Pianistin, erfolgreiche Komponistin und über Jahrzehnte Professorin am Pariser Conservatoire – eine Ausnahme-erscheinung in ihrer Zeit.
Ihr spätes Trio in Es-Dur verbindet klassische Formklarheit mit romantischer Wärme. Besonders im langsamen Satz entfaltet sich eine innige, beinahe gesangliche Klangsprache, während Menuett und Finale durch Eleganz, rhythmische Energie und feinsinniges Zusammenspiel überzeugen.
Paul Juon: Trio-Miniatüren, op. 18a, 24a
Vier charaktervolle Miniaturen zwischen Traum, Melancholie und tänzerischem Überschwang:
Der in Moskau geborene Komponist mit schweizer Wurzeln lebte von 1894 bis 1934 in Berlin und galt dort als feinsinniger Meister der Kammermusik. Juon verbindet spätromantische Klangfarben mit feiner Ironie und überraschenden Wendungen. Von der schwebenden Rêverie bis zur temperamentvollen Danse phantastique entfaltet sich ein ebenso poetischer wie farbenreicher musikalischer Kosmos.
Johannes Brahms:
Trio für Klarinette, Violoncello & Klavier, op. 114
Eines der ganz späten großen Meisterwerke von Johannes Brahms, nachdem er - durch den genialen Klarinettisten Richard Mühlfeld - die Klarinette für sich "entdeckt" hatte. Die Musik erscheint wie in ein mildes Licht getaucht, es herrschen eine Abgeklärtheit und Stille, die wie ein sanftes Adieu an die Welt wirken.
