
Rita D'Arcangelo
In der internationalen Flötenszene wird Rita D’Arcangelo nicht nur für ihre beeindruckende Virtuosität, sondern besonders für ihren unverwechsel-bar schwebenden Ton und ihre facettenreichen Klangfarben gefeiert.
Sie studierte mit Auszeichnung in Pescara, Manchester, Mailand und Mannheim und wurde von Sir James Galway gefördert – er bescheinigte ihr ein „beautiful tone and remarkable technique“.
Ihr Debüt in der weltberühmten Carnegie Hall (2011) markierte den Beginn einer internationalen Solokarriere mit Auftritten in Japan, Europa und USA sowie CD-Auszeichnungen wie dem Award of Excellence der Global Music Awards.
Zusätzlich ist sie gefragte Flötenprofessorin, lehrt u. a. an der Hochschule BTU Cottbus und der Akademie für Musik Berlin und gibt regelmäßig Masterclasses auf mehreren Kontinenten.
Jakub Kościuszko
Kościuszko gilt als technisch brillante und gefühlvolle Ausnahme-erscheinung der Gitarrenszene.
Er trat in renommierten Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie, dem Lutosławski-Foyer Warschau und der Yamaha Ginza Hall Tokio auf, und arbeitete mit philharmonischen Orchestern in Polen zusammen.
Seinem Debüt-Album zollten Kritiker in Europa und den USA große Anerkennung.
Stilistisch bewegt er sich souverän zwischen Barock, zeitgenössischem Jazz- und Weltmusik-Repertoire und zeigte auf seinem dritten Soloalbum (Guitar sounds jazzy) seine jazz- und weltmusikinspirierte Vielseitigkeit.
06.11.2025 - 19:30
(Einlass ab 18:45)
Rita D'Arcangelo (Flöte)
Jakub Kościuszko (Gitarre)
Programm:
Johann Sebastian Bach: Flötensonate E-Dur BWV 1035
Diese späte Sonate (um 1741) schrieb Bach vermutlich für Michael Gabriel Fredersdorf, den Flöten spielenden Kammerdiener Friedrichs des Großen. Damit führt das Werk in die musikalische Welt des preußischen Hofes, wo die Flöte – nicht zuletzt durch den König selbst – eine herausragende Rolle spielte. Hier steht das Instrument klar im Vordergrund, während die Begleitung eher zurücktritt – ein klassisches Beispiel für konzertanten Glanz im Barock.
Mauro Giuliani: Grand Duo Concertante op.85
Ganz anders bei Giuliani: Hier tritt die Gitarre aus der Begleitrolle heraus und zeigt sich als gleichwertiger Partner neben der Flöte. Das virtuose Wechselspiel der Stimmen macht das Duo zu einem funkelnden Beispiel romantischer Kammermusik – ein deutlicher Kontrast zu Bachs Sonate.
Niccolò Paganini: Cantabile in E-Dur
Dieses lyrische Stück für Violine (hier mit Flöte) und Gitarre offenbart die kantable, gesangliche Seite des berühmten Virtuosen. Sanft schwebende Melodik und ein Hauch italienischer Oper verleihen dem Werk seine besondere Eleganz.
Gabriel Fauré: Pavane
Ursprünglich für Orchester mit Chor komponiert, entfaltet die Pavane auch in der kammermusikalischen Fassung ihren unverwechselbaren Charme. Ein Hauch französischer Eleganz, schwebend zwischen Melancholie und tänzerischer Anmut.
Astor Piazzolla: Histoire du Tango
Piazzollas „Geschichte des Tangos“ zeichnet in vier Sätzen die Entwicklung des Tangos von den verruchten Bars um 1900 bis in die moderne Konzertform nach. Mit seiner Mischung aus Melancholie, rhythmischem Feuer und jazzigen Klängen bildet es den temperamentvollen Schlusspunkt des Programms.
